
Ich verzichte nicht — Rose Ausländer
Rose Ausländer Ich verzichte nicht Ich verzichte nicht auf Blumen und Musik auf meinen Zorn über das Hungern Tausender auf das Lächeln eines Menschen auf harte und zarte Worte auf das Da-Sein in einer unfaßbaren Welt Ich verzichte gern auf den Tod der nicht
Rose Ausländer
Ich verzichte nicht
Ich verzichte nicht auf Blumen und Musik auf meinen Zorn über das Hungern Tausender auf das Lächeln eines Menschen auf harte und zarte Worte auf das Da-Sein in einer unfaßbaren Welt
Ich verzichte gern auf den Tod der nicht auf mich verzichtet.
Rose Ausländers Gedichte bewegen sich zwischen dem Allgemeinen und dem Einzelnen: Zeit, Vergänglichkeit, Traum, Kosmos, Kritik der Gegenwart, Landschaften, Dinge, Menschen, Atmosphäre und Sprache. All dies kann Motiv werden, wie die Dichterin 1976 schrieb.
Foto: Yates’s Wine Lodge, Liverpool, 1983 / Martin Parr / Magnum Photos.
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